Bullshit Jobs
Bullshit Jobs ist ein 2018 erschienenes Sachbuch des US-amerikanischen Ethnologen David Graeber, das auf einem vielbeachteten Artikel von 2013 basiert. Darin argumentiert Graeber, dass die von Keynes prophezeite 15-Stunden-Woche nicht eingetreten sei, sondern stattdessen eine massive Ausbreitung von sinnloser „Fake Work" stattgefunden habe, die von den Beschäftigten selbst als nutzlos empfunden werde und psychische Probleme verursache. Er unterscheidet diese von „Shit Jobs", die zwar prekär, aber gesellschaftlich nützlich sind, und identifiziert fünf Typen von Bullshit Jobs: „Lakaien", „Schläger", „Flickschuster", „Kästchenankreuzer" und „Aufgabenverteiler". Kern seiner These ist, dass unsere Wertvorstellungen Erwerbsarbeit über alles stellen, selbst wenn sie keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt, während wertvolle Care-Arbeit schlecht bezahlt bleibt. Eine empirische Studie der Universitäten Cambridge und Birmingham bestätigte 2021 für die EU-Länder ausdrücklich Graebers Vorhersage, dass solche Jobs nachweislich der psychischen Gesundheit schaden. Das Buch verdeutlicht damit eindringlich das Paradoxon moderner Arbeitswelten, in denen scheinbar produktive Tätigkeiten tatsächlich zerstörerisch für Individuum und Gesellschaft wirken.
Source: Bullshit Jobs — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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