Reality-TV

Reality-TV (deutsch: Realitätsfernsehen) ist ein Genre, das vorgibt, die Wirklichkeit abzubilden – oft in Form einer Show. Der Begriff stammt aus den USA, wo er zunächst für nachgestellte wahre Geschichten verwendet wurde. In Deutschland verbreitete sich das Genre seit den 1990er Jahren als Mischung aus Serie und Dokumentation (Klaus/Lücke). Wissenschaftler wie Grimm betonen, dass es den Alltag in Ausnahmesituationen zeigt, etwa Heirat, Krankheit oder Katastrophen. Man unterscheidet performatives Reality-TV, das direkt in die Alltagswelt eingreift, und narratives, das authentische oder nachgestellte Ereignisse zur Unterhaltung nutzt. Typische Merkmale sind regelmäßige Sendezeiten, dramaturgische Mittel wie Hintergrundmusik sowie die Inszenierung von Gefühlsausbrüchen – oft mit Gewaltdarstellungen – um Zuschauer zu fesseln.