Schwangerschaftsvorsorge
Die Schwangerschaftsvorsorge (in der DDR Schwangerenbetreuung genannt) umfasst Gesundheitsfürsorge, Beratungen und Untersuchungen vor und während der Schwangerschaft durch Gynäkologen oder Hebammen. In Deutschland haben werdende Mütter laut Mutterschutzgesetz (MuSchG) Anspruch auf bezahlte Freistellung für diese Termine, die bei komplikationsloser Schwangerschaft zunächst alle vier Wochen, ab der 32. Woche alle zwei Wochen und nach dem Geburtstermin alle zwei Tage empfohlen werden. Zu den Standarduntersuchungen gehören Blutdruckmessung, Urin- und Gewichtskontrollen sowie Bluttests auf Blutgruppe, Rhesusfaktor, Lues, Röteln, HIV, Chlamydien und später Hepatitis B. Zudem sind drei Ultraschalluntersuchungen (in der 9.–12., 19.–22. und 29.–32. Woche) Standard, ergänzt durch einen Glukosetest auf Schwangerschaftsdiabetes und einen Zahnarztbesuch. Die Herzfrequenz des Ungeborenen wird ab etwa der 24. Woche per Hörrohr oder Doppler kontrolliert, bei Auffälligkeiten per CTG; seit dem 1. Januar 2021 ist das „Babyfernsehen“ ohne medizinische Indikation gesetzlich verboten.
Source: Schwangerschaftsvorsorge — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German