Junge Alternative für Deutschland

Die Junge Alternative für Deutschland (JA) war von November 2015 bis zum 31. März 2025 die offizielle Jugendorganisation der AfD. Nachdem die Mutterpartei im Januar 2025 auf ihrem Bundesparteitag in Riesa die Trennung beschlossen hatte, löste sich die JA auf einem Bundeskongress in Apolda am 1. Februar 2025 selbst auf; zuletzt zählte sie rund 2.400 Mitglieder. Bereits 2019 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als „Verdachtsfall“ eingestuft, wurde die Organisation im April 2023 als „gesichert rechtsextremistisch“ klassifiziert, was ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Köln im Februar 2024 nicht verhindern konnte. Gegründet wurde die JA im Juni 2013 in Darmstadt, die offizielle Anerkennung durch die AfD erfolgte jedoch erst im November 2015 in Hannover. Ihre Geschichte war von internen Richtungsstreits geprägt, so spalteten sich 2015 die liberal-konservativen „Jungen Reformer“ ab, und 2021 sorgten rassistische Tweets des damaligen Bundesvorsitzenden Marvin Neumann für einen Parteiausschluss-Antrag. Zudem sorgten angebliche Kontakte zur russischen „Jungen Garde“ (2016) für Aufsehen, und seit 2022 stellte die JA zwei Mitglieder im AfD-Bundesvorstand.