Notbremse
Eine Notbremse ist eine technische Sicherheitsvorrichtung in Zügen und Aufzügen, die eine sofortige Bremsung auslöst, wobei eine unbegründete Betätigung meist strafbar ist, da sie den Betrieb stört und andere gefährdet. Bei der Eisenbahn dient sie gleichzeitig als technisches Mittel zum schnellen Anhalten und als Kommunikationssystem, um den Lokführer auf eine Notsituation aufmerksam zu machen – technisch geschieht dies, indem die Hauptluftleitung (normale 5 bar) über ein Notbremsventil schlagartig entspannt wird. Ursprünglich nutzte man hierfür außenliegende Seilzüge, die Thomas Elliot Harrison 1859 auf der North Eastern Railway einführte, die sich jedoch als unzuverlässig erwiesen und nach 1873 ins Wageninnere verlegt wurden, wo sie in Deutschland als „Rollleine“ bekannt waren. Heute befindet sich in jedem Wagen oder Abteil ein Notbremshebel, der über das oft als „Ackermannventil“ bezeichnete Ventil mit der Hauptluftleitung verbunden ist; nach einer Betätigung ist eine Quittierung nötig, bevor der Zug weiterfahren kann. Eine Meldung der Kölnischen Zeitung von 1913 illustriert die Notsituationen eindrücklich, etwa als ein Gefangener aus einem fahrenden Zug sprang und die Wächter die Rolleine zogen.
Source: Notbremse — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German