Karlsruhe

Karlsruhe, mit rund 309.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Baden-Württembergs, wurde 1715 als barocke Planstadt gegründet und trägt wegen ihres fächerförmigen Grundrisses mit 32 vom Schloss ausstrahlenden Straßen den Beinamen „Fächerstadt“. Als ehemalige Haupt- und Residenzstadt Badens prägen Friedrich Weinbrenners klassizistische Bauten das Stadtbild, und seit 1950 bzw. 1951 sitzen hier der Bundesgerichtshof sowie das Bundesverfassungsgericht, weshalb Karlsruhe auch als „Residenz des Rechts“ gilt. Wirtschaftlich und wissenschaftlich ist die Stadt ein Schwergewicht: Hier befinden sich Großkonzerne wie EnBW und dm, die größte Raffinerie Deutschlands sowie das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), das 2019 erneut zur Exzellenzuniversität ernannt wurde. Kulturell ist vor allem das Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) bedeutend, das 2019 dazu führte, dass die UNESCO Karlsruhe als „Stadt der Medienkunst“ in ihr Netzwerk der Kreativstädte aufnahm. Geografisch erstreckt sich das 173,46 Quadratkilometer große Stadtgebiet rechtsrheinisch in der Oberrheinischen Tiefebene bis zum Nordschwarzwald, wobei der höchste Punkt bei 323,2 Metern liegt und der 49. Breitengrad das Stadtzentrum durchquert.