Inflation

Inflation (lateinisch für „aufblähen“) beschreibt den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus einer Volkswirtschaft, wodurch die Kaufkraft jeder Geldeinheit sinkt – man spricht daher auch von Geldentwertung. Gemessen wird sie über die Inflationsrate, wobei die Europäische Zentralbank (EZB) hierfür vor allem den Verbraucherpreisindex (VPI) heranzieht. Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht jede einzelne Preisänderung ist Inflation, sondern nur der Anstieg des gesamten Preisniveaus – etwa Verschiebungen zwischen Substitutionsgütern wie Gurken und Tomaten zählen nicht dazu. Verwandte Begriffe wie Disinflation (Rückgang der Rate), Hyperinflation (außer Kontrolle geratene Teuerung) oder Stagflation (Inflation plus wirtschaftliche Stagnation und hohe Arbeitslosigkeit) beschreiben besondere Ausprägungen dieser Entwicklung. Das Ziel der Währungshüter ist stets die Preisniveaustabilität, denn ein unkontrollierter Anstieg führt zu einem realen Wertverlust des Geldes und schadet der gesamten Wirtschaft.