Ruud Gullit

Ruud Gullit (1. September 1962 in Amsterdam) war einer der prägendsten niederländischen Fußballer seiner Generation. Als Sohn einer Niederländerin und eines surinamischen Vaters änderte er mit 16 Jahren seinen Namen von „Rudi Dil“ zu „Ruud Gullit“, weil dieser für einen Spitzenfußballer besser klang. 1987 wechselte er zur AC Mailand, wo er mit Landsmann Marco van Basten und später Frank Rijkaard eine legendäre Achse bildete – im selben Jahr erhielt er den Ballon d’Or als Europas Fußballer des Jahres. Seinen größten Erfolg feierte er 1988, als er die niederländische Nationalmannschaft als Kapitän zum Europameistertitel führte und im Finale gegen die Sowjetunion das 1:0 erzielte. Nach einer schweren Knieverletzung und einem enttäuschenden WM-Aus 1990 gegen Deutschland beendete er 1994 nach einem Streit mit dem Nationaltrainer seine internationale Karriere. Bis 1998 war er noch als Spielertrainer beim FC Chelsea aktiv und gilt bis heute als Kämpfer gegen Rassismus im Fußball.