Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit
Die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) ist eine internationale Organisation mit Sitz in Peking, die 2001 aus den „Shanghai Five" hervorging und heute mit zehn Mitgliedsstaaten – darunter China, Russland, Indien, Iran und Belarus – etwa 40 % der Weltbevölkerung repräsentiert. Damit ist sie die größte Regionalorganisation der Welt und gilt als wichtiger geopolitischer Gegenspieler zu westlichen Bündnissen wie der NATO und der G7. Ihre Ziele umfassen die Stärkung des Vertrauens zwischen den Staaten, die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Handel, Energie und Kultur sowie die gemeinsame Gewährleistung von Frieden und Stabilität in der Region. Obwohl die Organisation formal von einem Generalsekretär geleitet wird, wird sie de facto von den Präsidenten Xi Jinping (China) und Wladimir Putin (Russland) dominiert; abgesehen vom Hybridregime Indien gelten alle Mitglieder laut Demokratiemessungen als autoritär regiert. Die Vorläufer-Organisation wurde 1996 gegründet, um nach dem Zerfall der Sowjetunion entstandene Grenzstreitigkeiten in Zentralasien zu klären, und entwickelte sich seither zu einem Forum zur Eindämmung westlichen Einflusses und zur Verhinderung von „Farbrevolutionen". Neben den Mitgliedern besitzen Staaten wie die Mongolei und Afghanistan Beobachterstatus, während die Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten als Dialogpartner engagiert sind.
Source: Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
Hello from Cyprus ♥️