Jänschwalde

Jänschwalde (niedersorbisch Janšojce) ist eine zweisprachige Gemeinde im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg, die am 26. Oktober 2003 durch die Fusion mit Drewitz und Grießen entstand. Bekannt ist der Ort vor allem durch den gleichnamigen Braunkohletagebau und das nahegelegene Kraftwerk Jänschwalde. Archäologisch ist die Region außergewöhnlich bedeutend: Hier lebten bereits vor rund 130.000 Jahren Neandertaler, und 1903 wurde das erste Mammutskelett Deutschlands ausgegraben. Zudem fanden sich bronzezeitliche Pfostenbauten (um 1000 v. Chr.) sowie ein germanisches Dorf aus dem 3. und 4. Jahrhundert. Die Ortsgeschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, die erste urkundliche Erwähnung als Genschwalde stammt aus dem Jahr 1346. Ab 1952 entstand der Stadtteil Jänschwalde-Ost, der vor allem für das Personal des Militärflugplatzes Cottbus-Drewitz errichtet wurde.