Baumarkt

Ein Baumarkt ist ein großflächiges Einzelhandelsgeschäft für Profi-Handwerker und ambitionierte Heimwerker, dessen Konzept aus den USA stammt und auch als „DIY-Branche“ (Do it yourself) bekannt ist. Die ersten Märkte entstanden Ende der 1950er/Anfang der 1960er Jahre: 1959 eröffnete Gottlieb Duttweiler in Zürich den ersten der Schweiz, 1960 folgte in Mannheim der erste deutsche Baumarkt „Bauhaus“ von Heinz Georg Baus, und 1968 eröffnete Otmar Hornbach in Bornheim einen kombinierten Bau- und Gartenmarkt. In Deutschland muss ein Baumarkt laut Branchenverband BHB mindestens 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche haben; 2021 gab es hier 2.091 solcher Märkte, wobei Obi, Bauhaus, Hornbach, Toom/B1, Hagebau und Globus 2022 zusammen 20,2 Milliarden Euro Umsatz erzielten. Die Branche steht unter starkem Preiskampf und Konsolidierungsdruck, was sich 2013 in der Insolvenz von Praktiker und dem Verschwinden der Ketten Max Bahr und extra Bau+Hobby zeigte. Weltweit ist der US-Konzern The Home Depot Marktführer, während 2014 in Kiew der größte Baumarkt der Welt (105.000 Quadratmeter) eröffnet wurde; in Österreich teilen sich Lagerhaus, Obi, Bauhaus und Hornbach fast 90 Prozent des Marktes.