Erdbeben in Venezuela 2026

Die Erdbeben in Venezuela am 24. Juni 2026 zählen zu den schwersten Naturkatastrophen des Landes seit mindestens 150 Jahren. Mindestens 6.301 Menschen kamen ums Leben, rund 16.740 wurden verletzt und bis zu 50.000 gelten weiterhin als vermisst. Ausgelöst durch die tektonische Spannung an der Boconó-Verwerfung, ereigneten sich zwei schwere Beben im Abstand von 40 Sekunden: Zuerst ein Vorbeben der Stärke 7,2 bei El Guayabo, gefolgt vom Hauptbeben der Stärke 7,5 – dem stärksten seit 1900. Die Erschütterungen verursachten erhebliche Zerstörungen bis in die 170 Kilometer entfernte Hauptstadt Caracas, besonders hart traf es die Hafenstadt La Guaira, die daraufhin unter Militärkontrolle gestellt wurde. Die internationale Hilfe wurde rasch mobilisiert; so richtete die Bundeswehr mit dem Auswärtigen Amt eine Luftbrücke ein. Deutschland beteiligte sich zudem mit Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks (THW), einem Such- und Rettungsteam von @fire sowie einem von der WHO klassifizierten medizinischen Notfallteam der Johanniter, während die Suche nach den Vermissten fortgesetzt wurde.