Die Räuber

Die Räuber ist das erste veröffentlichte Drama von Friedrich Schiller, das ursprünglich als Lesedrama konzipiert war und der Epoche des Sturm und Drang zugerechnet wird. Nach der anonymen Veröffentlichung 1781 wurde es am 13. Januar 1782 in Mannheim uraufgeführt, wo es einen Theaterskandal auslöste und den jungen Autor schlagartig berühmt machte. Die Handlung schildert die Rivalität der Brüder Karl und Franz Moor: Der eifersüchtige Franz enterbt den vom Vater geliebten Karl durch eine Intrige, woraufhin Karl zum Anführer einer idealistischen Räuberbande wird, die jedoch zunehmend in Gewalt und Unrecht abgleitet. Das Drama thematisiert den Konflikt zwischen Verstand und Gefühl sowie zwischen Gesetz und Freiheit und wurde unter anderem durch Christian Friedrich Daniel Schubart und reale Räuberhauptmänner wie Nikol List inspiriert. Der Stoff diente später als Vorlage für Opern von Saverio Mercadante (1836) und Giuseppe Verdi (1847).