Pacific Gas and Electric

Pacific Gas and Electric Company (PG&E) ist der größte Energieversorger der USA mit Sitz in San Francisco und versorgt seit seiner Gründung im Jahr 1905 den Norden Kaliforniens mit Erdgas und Elektrizität. Weltweit bekannt wurde das Unternehmen durch den Fall der Anwaltsgehilfin Erin Brockovich, die aufdeckte, dass PG&E in den 1960er bis 1980er Jahren das Grundwasser in Hinkley mit giftigem Chrom VI verseucht hatte – 1996 wurde das Unternehmen zur bis dahin höchsten Schadensersatzzahlung der US-Geschichte von 333 Millionen US-Dollar verurteilt. Bereits im Jahr 2001 musste PG&E nach der kalifornischen Elektrizitätskrise, die durch Marktmanipulationen wie die von Enron ausgelöst wurde, erstmals Insolvenz anmelden. Nach den verheerenden Waldbränden 2018, insbesondere dem „Camp Fire“, das durch defekte Stromleitungen von PG&E ausgelöst wurde, meldete das Unternehmen im Januar 2019 erneut Gläubigerschutz an, da Schadensersatzforderungen von rund 30 Milliarden US-Dollar drohten. Das Insolvenzverfahren wurde schließlich am 1. Juli 2020 beendet, womit PG&E trotz dieser Skandale und Krisen weiterhin ein zentraler Bestandteil der kalifornischen Energieversorgung bleibt.