Bauernregel

Bauernregeln sind traditionelle, meist gereimte Volkssprüche, die Wetterphänomene mit landwirtschaftlichen Folgen verbinden. Ihre Wurzeln reichen bis in die Antike, etwa zu Aristoteles, und sie wurden später von Galileo Galilei und Naturforschern der Aufklärung wie Newton oder Fahrenheit aufgegriffen. Obwohl lange als unzuverlässig galt, ergaben statistische Überprüfungen Ende des 20. Jahrhunderts, dass viele Regeln – besonders regional begrenzte – erstaunlich oft zutreffen, sofern man die Verschiebung durch die gregorianische Kalenderreform berücksichtigt. Allerdings sind die meisten Regeln nur in ihrem Entstehungsgebiet gültig; widersprüchliche Bauernregeln aus verschiedenen Regionen existieren. Bekannte Beispiele sind Lostage wie Mariä Lichtmess (2. Februar) oder der Siebenschläfer (27. Juni). Somit sind Bauernregeln ein interessantes kulturelles Erbe mit empirischem Kern.