Primož Roglič

Primož Roglič, geboren am 29. Oktober 1989 in Zagorje ob Savi (damals Jugoslawien), ist ein slowenischer Radrennfahrer, der zuvor als Skispringer aktiv war. Im Skispringen feierte er 2007 den Junioren-Weltmeistertitel im Mannschaftswettbewerb, erlitt jedoch nur wenige Wochen später einen schweren Sturz in Planica, der zu einer Gehirnerschütterung und einem Nasenbeinbruch führte; 2012 beendete er seine Karriere wegen anhaltender Knieprobleme. Mit 21 Jahren wechselte er zum Radsport, verkaufte sein Motorrad, um sich ein Rennrad zu kaufen, arbeitete in einem Supermarkt und unterschrieb 2013 seinen ersten Profivertrag beim Team Adria Mobil – trotz des späten Starts überzeugte er mit einer außergewöhnlichen maximalen Sauerstoffaufnahme von rund 80 ml/kg/min. Seine größten Erfolge im Radsport sind die Gesamtsiege der Vuelta a España 2019, 2020, 2021 und 2024, der Giro d’Italia 2023 sowie die Goldmedaille im Einzelzeitfahren bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Radsportlern seiner Generation und gilt als bemerkenswertes Beispiel für einen späten, aber fulminanten Karrierewechsel.