Luftangriffe der Alliierten auf Berlin

Die alliierten Luftangriffe auf Berlin begannen in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni 1940 mit einem einzelnen französischen Flugzeug, während die Hauptlast der Angriffe das britische RAF Bomber Command unter Luftmarschall Arthur Harris in der Battle of Berlin von November 1943 bis März 1944 trug. Die schwersten Großangriffe flog die USAAF kurz vor Kriegsende am 3. und 26. Februar sowie am 18. März 1945; insgesamt gab es 363 Angriffe auf die Region, davon 310 auf die Stadt selbst, mit 421 Vollalarmen. Berlin war als Hauptstadt mit vier Millionen Einwohnern und bedeutendem Rüstungszentrum (u.a. Siemens, AEG, BMW) ein zentrales Ziel, weshalb es das am stärksten verteidigte Ziel im Reich war – mit Radarsystemen wie Freya und Würzburg, Flaktürmen im Tiergarten, Friedrichshain und Humboldthain sowie den Nachtjagdverfahren "Zahme Sau" und "Wilde Sau". Die Bauweise der Stadt mit unterkellerten Häusern und breiten Straßen machte sie weniger anfällig für Feuerstürme, und nach den Angriffen auf Hamburg veranlasste Gauleiter Goebbels Evakuierungen von Kindern und Müttern sowie umfangreiche Brandschutzmaßnahmen wie das Entrümpeln von Dachböden und das Anlegen von Löschwasservorräten. Über die genaue Zahl der zivilen Opfer gibt es unterschiedliche Angaben, doch die Angriffe prägten das Ende des Krieges in der Stadt maßgeblich.