Cyberangriff
Ein Cyberangriff bezeichnet den unerlaubten Zugriff auf wichtige Rechnernetze von außen, oft durch Ausnutzung von Sicherheitslücken oder menschlichem Versagen, mit dem Ziel, Daten zu stehlen, zu verändern oder Systeme zu stören. Aktuelle Methoden reichen von Malware, Phishing und Social Engineering bis hin zu DDoS-Angriffen und Ransomware, wobei die Motive von Cyberkriminalität über Aktivismus bis zu staatlichem Hacking reichen. Global gesehen verursachten Cyberkriminelle im Jahr 2023 Schäden von geschätzten 8 Billionen US-Dollar, wobei laut Security Magazine alle 39,4 Sekunden ein Angriff stattfand; die durchschnittlichen Kosten eines Datenlecks lagen 2024 bei 4,35 Millionen US-Dollar. In Deutschland stieg die Zahl der polizeilich erfassten Fälle von 34.000 (2007) auf 134.000 (2023), und der Schaden erreichte 148 Milliarden Euro – mehr als der weltweite Drogenhandelsumsatz. Ein prominentes Beispiel für staatliche Cyberangriffe sind die im März 2023 veröffentlichten Vulkan Files, die belegen, wie ein russisches Unternehmen Software für Geheimdienste entwickelte, um Meinungen zu manipulieren oder kritische Infrastruktur wie Stromnetze lahmzulegen. Zur Abwehr solcher Angriffe hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Deutschland ein Informationsportal eingerichtet, um Prävention und Reaktion zu unterstützen.
Source: Cyberangriff — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German