Polizeihubschrauber

Polizeihubschrauber sind vielseitige Einsatzmittel, die der Polizei durch hohe Geschwindigkeit und Unabhängigkeit vom Gelände eine schnelle Absuche großer Flächen ermöglichen. Ihr Aufgabenspektrum umfasst die Lokalisierung von Flüchtigen oder Vermissten, die Verkehrsüberwachung, Beweissicherung per Foto und Video, den Umweltschutz, die Rettung im Gebirge sowie den Transport von Spezialeinheiten und die Brandbekämpfung mit Löschwasserbehältern. In Deutschland unterhalten fast alle Bundesländer eine eigene Staffel, wobei Mecklenburg-Vorpommern seine Einheit der Wasserschutzpolizei zugeordnet hat und Hessen sowie Nordrhein-Westfalen zusätzlich Flächenflugzeuge einsetzen. Die größte Flotte betreibt die Bundespolizei mit 94 Hubschraubern (Stand 2023), während die größte Landesflotte in Nordrhein-Westfalen (sieben Hubschrauber und zwei Flugzeuge) und die größte reine Hubschrauberflotte in Bayern (acht Maschinen) stationiert ist. Je nach Flugregeln besteht die Besatzung aus einem Piloten und einem Flugtechniker oder, bei Instrumentenflügen, aus zwei Piloten und einem Operator für die Wärmebildkamera. Historisch gab es jedoch auch tragische Unglücke, wie den Absturz einer Alouette II 1974 in Mannheim mit drei Toten oder den Absturz einer Alouette III 1978 am Kamener Kreuz.