Liste schwerer Unfälle im Schienenverkehr

Der Artikel listet chronologisch bedeutende Unfälle im Schienenverkehr auf, wobei Kriterien wie mindestens 50 Todesopfer, ein Großschadensereignis, Verbindungen zu bedeutenden Persönlichkeiten oder technische Premieren ausschlaggebend sind. Bewusste Anschläge, literarisch verarbeitete Fälle und reine Kesselzerknall-Ereignisse bleiben ausgenommen. Die ältesten bekannten tödlichen Zwischenfälle gehen auf das Jahr 1650 in Whickham zurück, und bereits 1815 kam es in Philadelphia zur ersten Kesselexplosion einer Lokomotive mit 16 Toten. Ein historischer Höhepunkt war 1830 bei der Eröffnung der Liverpool and Manchester Railway, als Politiker William Huskisson von der Rocket überfahren wurde – das erste prominente Todesopfer der Eisenbahngeschichte; ebenfalls 1830 ereignete sich der erste bekannte Auffahrunfall. 1833 starben in Hightstown erstmals Fahrgäste eines planmäßigen Zuges, wobei sich auch Cornelius Vanderbilt und Ex-Präsident John Quincy Adams an Bord befanden. Weitere Premieren sind die erste Zugtrennung (1834) und der erste tödliche Frontalzusammenstoß (1837).