Siebenkampf

Der Siebenkampf ist eine olympische Leichtathletikdisziplin der Frauen, die seit 1981 als zweitägiger Wettkampf ausgetragen wird und aus sieben Disziplinen besteht – am ersten Tag 100-m-Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen und 200-m-Lauf, am zweiten Tag Weitsprung, Speerwurf und 800-m-Lauf. Er entwickelte sich aus dem Fünfkampf, wobei in den frühen 1980er Jahren DDR-Sportlerinnen wie Ramona Neubert (erster Weltrekord 1981) den Wettbewerb prägten, bevor 1985 die internationale Punktetabelle eingeführt wurde. Jackie Joyner-Kersee schrieb 1986 Geschichte, als sie als erste Frau die 7000-Punkte-Marke knackte, und auch heute gilt der Siebenkampf als herausragende Disziplin der Frauen, obwohl seit 2004 auch ein Zehnkampf für Frauen existiert. Zu den erfolgreichsten Athletinnen zählen Nafissatou Thiam mit drei Olympiasiegen (2016, 2020, 2024) sowie Carolina Klüft und Jessica Ennis-Hill mit jeweils drei Weltmeistertiteln. Ein bekanntes Highlight ist das Mehrkampf-Meeting in Götzis, wo die Schwedin Carolina Klüft von 2003 bis 2007 fünfmal in Folge triumphierte, während in der Halle Männer einen Siebenkampf und Frauen einen Fünfkampf bestreiten.