Waldbrände in Frankreich 2026

Im Sommer 2026 erlebte Frankreich eine Serie verheerender Waldbrände, die bis Ende Juli rund 116.000 Hektar zerstörten – ein historischer Rekord, wie Innenminister Laurent Nuñez betonte. Besonders betroffen waren die Pyrénées-Orientales, der Wald von Fontainebleau, das Département Var sowie die südwestlichen Départements Gironde und Landes, wo Hunderttausende Menschen evakuiert werden mussten – die größte zivile Evakuierungsoperation außerhalb von Kriegszeiten. Eine 16-tägige Hitzewelle im Juli mit hohen Temperaturen und Trockenheit begünstigte die Brände, die unter anderem bei Saumos und Biscarrosse ausbrachen. Bei Saumos entstand sogar eine seltene Pyrocumulonimbus-Wolke, die das Feuer unberechenbar machte; als mögliche Ursache gilt eine Freischneidemaschine an einer Hochspannungsleitung. Der Brand bei Biscarrosse wurde durch einen defekten Lieferwagen ausgelöst und zwang rund 31.000 Menschen zur Evakuierung. Die Regierung meldete Ende Juli die Eindämmung des größten Brandes, der mit etwa 42.000 Hektar der größte Flächenbrand seit 1949 war, doch ein vollständiges Erlöschen wird erst nach Wochen erwartet.