Gemeinschaft Unabhängiger Staaten

Die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) ist eine zwischenstaatliche Organisation, die am 8. Dezember 1991 von Russland, Belarus und der Ukraine gegründet wurde, um einen gemeinsamen Wirtschafts- und Sicherheitsraum der ehemaligen Sowjetrepubliken zu schaffen. Ihr Sitz ist Minsk, während die Versammlung im Taurischen Palais in St. Petersburg tagt; bis 1993 traten zwölf der fünfzehn Ex-Sowjetrepubliken bei, wobei die baltischen Staaten von Anfang an fernblieben. Im Laufe der Zeit verlor die Organisation an Bedeutung, da Mitglieder wie Georgien (2009), die Ukraine (2018) und Moldau (2026) wegen politisch-militärischer Konflikte mit Russland austraten und Turkmenistan seit 2005 nur noch beigeordnetes Mitglied ist. Besonders die Annexion der Krim durch Russland 2014 und der Krieg um Südossetien 2008 führten zu diesen Austritten, wobei die Ukraine sich bereits 2008 nicht mehr als Vollmitglied betrachtete. Heute ist die GUS vor allem durch die unterschiedlichen außenpolitischen Orientierungen ihrer Mitglieder geprägt, was ihre einstige Rolle als Nachfolgeorganisation der Sowjetunion deutlich geschwächt hat.