Météo-France

Météo-France ist der staatliche französische Wetterdienst, der für Wettervorhersagen, Unwetterwarnungen, Klimaforschung und den Betrieb eines dichten Netzes von Wetterstationen zuständig ist. Die Organisation geht auf das Jahr 1855 zurück, wurde 1920 neu strukturiert und verlegte ihren Hauptsitz Anfang der 2010er Jahre von Paris nach Saint-Mandé, während sich eine wichtige Niederlassung seit 1982 in Toulouse befindet. International übernimmt Météo-France besondere Aufgaben, etwa als offizielles Warnzentrum der WMO für tropische Wirbelstürme im südwestlichen Indischen Ozean (auf Réunion) und als Wetterdienst für Raketenstarts in Kourou (Französisch-Guayana). Als öffentliche Anstalt untersteht sie dem Umweltministerium und finanzierte sich 2016 mit einem Budget von rund 380 Millionen Euro, das sich aus Staatszuschüssen, Luftfahrtgebühren und EUMETSAT-Subventionen zusammensetzt. Die Belegschaft schrumpfte von 3.700 Mitarbeitern (2009) auf etwa 2.600 Ende 2022, da bis dahin ein geplanter Stellenabbau umgesetzt wurde. Zudem unterhält der Dienst Niederlassungen in jedem Département sowie in den Überseegebieten wie Guadeloupe, Réunion und Französisch-Polynesien.