Naturkatastrophe
Eine Naturkatastrophe ist ein natürliches Ereignis wie ein Erdbeben oder eine Dürre, das erst dann zur Katastrophe wird, wenn es verheerende Auswirkungen auf Menschen und ihre Lebensweise hat – ein spektakuläres Naturphänomen allein genügt dafür nicht. Obwohl der Mensch nicht der Auslöser ist, kann er die Folgen indirekt verschärfen, etwa durch globale Erwärmung, riskante Landnutzung oder die Besiedlung gefährdeter Küstenregionen; verursachen Menschen die Katastrophe selbst, spricht man von einer Umweltkatastrophe. Die Zeitspanne solcher Ereignisse reicht von Sekunden (Erdbeben) bis zu Jahrzehnten (Dürren), und ihr Ausmaß wird anhand von Opferzahlen, volkswirtschaftlichen Schäden oder Versicherungsschäden gemessen. Zu den verheerendsten Beispielen zählen die Hitzewelle 2003 in Europa mit 70.000 Toten, das Elbehochwasser 2002 (18 Mrd. Euro Schaden), das Erdbeben von Kōbe 1995 und Hurrikan Katrina 2005 (jeweils bis zu 100 Mrd. US-Dollar Schaden) sowie Dürren in Indien 1965–67 mit 1,5 Millionen Toten. Wichtige Faktoren sind das rasante globale Bevölkerungswachstum (von 1 Milliarde im Jahr 1804 auf über 8 Milliarden 2022) und der steigende Lebensstandard, der zu größeren Wertbeständen führt und Schadenssummen zugunsten der Industriestaaten verzerrt. Die EU definiert eine „außergewöhnliche Katastrophe“ etwa ab Schäden von über 3 Milliarden Euro oder 0,6 % des BIP eines betroffenen Staates.
Source: Naturkatastrophe — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German