Bündnis Sahra Wagenknecht
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), im Januar 2024 von Sahra Wagenknecht gegründet, ist eine junge Partei, die sich überwiegend aus ehemaligen Mitgliedern der Linken zusammensetzt und binnen kurzer Zeit politische Erfolge feierte. So zog sie 2024 mit sechs Abgeordneten ins Europaparlament ein, wurde bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg jeweils drittstärkste Kraft und war zeitweise an den Regierungen in Thüringen (seit Dezember 2024) und Brandenburg (bis Januar 2026) beteiligt – bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte sie allerdings knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Inhaltlich wird das BSW in sozioökonomischen Fragen als links (Mietendeckel, Bürgerversicherung, Mindestlohn) und in soziokulturellen Fragen als konservativ-rechts (restriktive Migrationspolitik) eingeordnet, weshalb es wegen seiner strengen Mitgliederaufnahmepraxis oft als Kaderpartei kritisiert wird. In der Außenpolitik fordert die Partei einen sofortigen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg, ein Ende der Rüstungslieferungen (inklusive Taurus) sowie die Beendigung aller Bundeswehr-Auslandseinsätze und lehnt die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland ab. Zudem kritisiert sie die EU-Institutionen als undemokratisch und wünscht sich einen eigenständigeren, weniger zentralistischen europäischen Akteur mit mehr Entscheidungsfreiheit für nationale Regierungen. Eine Umbenennung in „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“ ist für Oktober 2026 geplant.
Source: Bündnis Sahra Wagenknecht — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German