Residenz am Kap Idokopas

Die Residenz am Kap Idokopas ist ein palastähnliches Gebäude im Italianate-Stil am Schwarzen Meer bei Gelendschik, das ab 2005 vom russischen Militärbaubetrieb Spezstroi nach Plänen des Architekten Lanfranco Cirillo errichtet wurde. Die Anlage umfasst 17.700 m² Gebäudefläche auf einem 68 Hektar großen Gelände mit Arboretum, Hubschrauberlandeplätzen, Kunsteisarena, Kapelle und sogar einer Tankstelle. Seit 2011 wird das Anwesen in Medien als „Putins Palast“ bezeichnet, was Putin selbst erstmals am 25. Januar 2021 dementierte. Kurz zuvor hatte der Oppositionelle Alexei Nawalny den Film Ein Palast für Putin veröffentlicht, der landesweit zu Massenprotesten führte. Die Bauarbeiten begannen 2005 im Rahmen einer Investitionsvereinbarung mit der Präsidialverwaltung, wobei der Geschäftsmann Sergei Kolesnikow 2010 in einem offenen Brief Korruption und Veruntreuung von Geldern anprangerte. Der Politologe Wladimir Pastuchow sieht den Palast als ein „virtuelles Projekt“, das durch Putins Rollentausch zum Ministerpräsidenten seine ursprüngliche Bedeutung verlor.