Luftangriffe auf Dresden

Zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 führten die Royal Air Force (RAF) und die United States Army Air Forces (USAAF) mehrere schwere Angriffswellen auf Dresden durch, die zwischen 22.700 und 25.000 Todesopfer forderten und große Teile der Innenstadt sowie die militärische und industrielle Infrastruktur vollständig zerstörten. Die Angriffe, die bereits im Herbst 1944 begannen, wurden durch die Bitte der Sowjetunion auf der Konferenz von Jalta (Februar 1945) vorbereitet, die alliierte Luftschläge auf ostdeutsche Verkehrsknotenpunkte erbat, um die deutsche Truppenverlegungen an die Ostfront zu stoppen. Die von der NS-Propaganda verbreiteten, sechsstelligen Opferzahlen wurden später durch eine umfassende historisch-empirische Untersuchung klar widerlegt. Die Flächenbombardements, basierend auf der britischen „Area Bombing Directive“, verstärkten die Kritik an der alliierten Luftführung erheblich – bis heute ist umstritten, ob sie militärisch notwendig waren oder als Kriegsverbrechen einzustufen sind. Seit den 1990er Jahren missbrauchen Rechtsextremisten das jährliche friedliche Gedenken am 13. Februar in Dresden zudem regelmäßig für geschichtsrevisionistische Propaganda.