Malaria

Malaria ist eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten der Gattung Plasmodium ausgelöst und durch den Stich weiblicher Anopheles-Mücken übertragen wird – hauptsächlich in den Tropen und Subtropen. Mit rund 263 Millionen Erkrankungen und etwa 597.000 Todesfällen im Jahr 2023 zählt sie zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Man unterscheidet drei Hauptformen: die gefährlichste Malaria tropica (durch Plasmodium falciparum) sowie die harmloseren Verläufe von Malaria tertiana und Malaria quartana, die durch verschiedene Parasitenarten ausgelöst werden und sich durch periodisches Fieber, Schüttelfrost und Magen-Darm-Beschwerden äußern. Der Name stammt vom italienischen mal'aria („schlechte Luft“), da man früher glaubte, die Krankheit entstehe durch Sumpfdünste. Heute ist bekannt, dass auch eingeschleppte Mücken in Flughafen-Umgebung eine „Flughafen-Malaria“ verursachen können, und in Deutschland ist eine Meldepflicht für die Erreger gesetzlich vorgeschrieben.