Ölpreis
Der Ölpreis bezeichnet das Austauschverhältnis für eine bestimmte Menge einer Ölsorte, wobei als Standardmaß das Barrel (ca. 159 Liter) gilt und sich der Preis meist auf Referenzöle wie Brent (Europa) und West Texas Intermediate (Nordamerika) bezieht. Entscheidend für den Wert einer Sorte sind physikalisch-chemische Eigenschaften wie der API-Grad (Dichte) und der Schwefelgehalt, wobei süße Sorten (unter 0,5 % Schwefel) teurer sind als saure.
Der internationale Ölhandel erfolgte zunächst über sogenannte Posted Prices (ab den 1900ern), wird aber seit dem Ende des 20. Jahrhunderts vor allem über Börsen wie die NYMEX in New York, die ICE Futures in London oder die Shanghai Futures Exchange abgewickelt. Der Preis ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage, wobei Faktoren wie Wirtschaftswachstum, geologische Fördermaxima, politische Konflikte, Kriege oder Naturkatastrophen (sog. Ölkrisen) den Wert erheblich schwanken lassen. Dabei spielt auch der Verhandlungsprozess zwischen Lieferanten und Abnehmern eine Rolle, denn ein großer Teil des Handels läuft außerhalb der Börsen ab.
Die wichtigsten Benchmarks sind Brent (für Europa) und WTI (für Nordamerika), deren Preise wiederum als Referenzpunkt für zahlreiche andere Sorten dienen. Insgesamt ist der Ölpreis ein komplexes Barometer für geopolitische Stabilität, industrielle Produktion und das globale Wirtschaftssystem.
Source: Ölpreis — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German