Volkswagenwerk Emden

Das Volkswagen Werk Emden wurde 1964 eröffnet und war ursprünglich auf den Export des VW Käfers spezialisiert, wobei der nahe Seehafen kurze Transportwege nach Übersee garantierte. Nachdem dort am 19. Januar 1978 der letzte in Deutschland gebaute Käfer vom Band lief, entwickelte sich das Werk zum zentralen Produktionsstandort („Leitwerk“) für den VW Passat. Heute vollzieht der Standort einen radikalen Wandel: Seit 2022 wird er nach einer milliardenschweren Investition zu einem reinen E-Auto-Werk umgebaut und fertigt die Modelle ID.4 und ID.7 auf dem Modularen E-Antriebs-Baukasten. Mit rund 8.000 Mitarbeitern und einer Fläche von 4,3 Millionen Quadratmetern ist es der größte industrielle Produktionsstandort westlich von Bremen und nördlich des Ruhrgebiets. Wirtschaftlich ist das Werk für Emden und Ostfriesland unverzichtbar, da über ein Viertel der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Stadt direkt oder indirekt für Volkswagen arbeiten, und es zählt zudem zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben der Region. Darüber hinaus agiert es als Patenwerk für das US-Werk in Chattanooga und liefert konzernweit wichtige Blechteile.