Ausschließliche Wirtschaftszone
Die Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) ist ein Meeresgebiet jenseits des Küstenmeeres, das zusammen mit diesem maximal 200 Seemeilen (370,4 km) von der Küste entfernt sein darf. Innerhalb dieser Zone besitzt der Küstenstaat souveräne Rechte zur wirtschaftlichen Ausbeutung, etwa für Fischerei, Meeresbergbau oder den Betrieb von Offshore-Windparks. Diese Rechte wurden international erst durch das Seerechtsübereinkommen von 1982 allgemein anerkannt, während andere Staaten dort nur eingeschränkte Freiheiten wie Schifffahrt und Überflug genießen. Die genaue Abgrenzung führt häufig zu Konflikten, beispielsweise in der Beaufortsee zwischen den USA und Kanada oder um die Inselgruppen im Süd- und Ostchinesischen Meer. Einige Streitigkeiten wurden jedoch bereits beigelegt, wie die Grenzziehung in der Emsmündung zwischen Deutschland und den Niederlanden im Oktober 2014.
Source: Ausschließliche Wirtschaftszone — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German