Gold als Kapitalanlage

Gold als Kapitalanlage ist eine wichtige Anlageklasse, die seit Jahrtausenden zur Wertaufbewahrung dient. Ende 2011 wurden weltweit rund 32.500 Tonnen Gold als Geldanlage gehalten – bei einem Preis von etwa 50 Euro pro Gramm entspricht das einem Wert von rund 1 Billion Euro. Auch Zentralbanken setzen auf Gold: Die Bundesrepublik Deutschland hielt Ende Februar 2018 etwa 70 % ihrer Währungsreserven in Gold und Goldforderungen. Historisch war Gold bis ins 20. Jahrhundert als Münzmetall im Umlauf, doch mit der Aufhebung der Goldpreisbindung 1968 wurde es zu einem spekulativen Anlageobjekt, das vor allem in den 1970er Jahren und erneut ab 2007 während der Finanzkrise an Beliebtheit gewann. Anleger investieren in Gold, um von Preissteigerungen zu profitieren, sich gegen Inflation abzusichern oder ihr Portfolio zu diversifizieren. Als Anlageformen stehen physisches Gold (Barren, Münzen), börsengehandelte Produkte und Anteile an Goldminenunternehmen zur Verfügung – wobei physisches Gold oft mit Aufpreisen verbunden ist.