Justizvollzugsanstalt Kaisheim
Die Justizvollzugsanstalt Kaisheim in Bayerisch-Schwaben beherbergt heute 601 Haftplätze und liegt teilweise in den Mauern des ehemaligen Klosters Kaisheim. Ihre Geschichte begann 1816 mit der Einrichtung eines Gefängnisses, das 1817 als Zwangsarbeitsanstalt für 60 katholische Männer und Frauen eröffnet und 1862 zu einem Zuchthaus für Männer wurde. In der NS-Zeit ab 1943 wurden hier „Nacht-und-Nebel“-Häftlinge zur Zwangsarbeit gezwungen, darunter 239 Gefangene aus dem KZ Natzweiler-Struthof, die am 9. April 1945 auf einen Todesmarsch nach Dachau geschickt wurden. Erst 1970 wurde sie offiziell zur Justizvollzugsanstalt umgewandelt und um die Jahrtausendwende um zwei Flügel erweitert. Heute dient der prächtige Kaisersaal für Konzerte, während das Strafvollzugsmuseum „Hinter Gittern“ die Entwicklung des Strafvollzugs über Jahrhunderte zeigt. Bekannt wurde das Gefängnis zudem durch den legendären Bankräuber Theo Berger, den „Al Capone vom Donaumoos“, der hier in den 1960er Jahren inhaftiert war.
Source: Justizvollzugsanstalt Kaisheim — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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