Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis ereignet sich, wenn bei Vollmond die Sonne, die Erde und der Mond annähernd exakt auf einer Linie stehen und der Mond dabei in den Schatten der Erde taucht. Das Himmelsereignis ist weltweit überall dort zu beobachten, wo der Mond gerade über dem Horizont steht – also überall dort, wo Nacht herrscht. Man unterscheidet zwischen kaum sichtbaren Halbschattenfinsternissen und deutlich wahrnehmbaren Kernschattenfinsternissen, die wiederum total oder partiell sein können. Da die Mondbahn gegenüber der Ekliptik um etwa 5 Grad geneigt ist, kann eine Finsternis nur eintreten, wenn sich der Vollmond nahe einem der beiden Mondknoten (Schnittpunkte der Bahnen) befindet. Im Durchschnitt gibt es pro Jahrhundert etwa 154 Kernschatten- und 88 Halbschattenfinsternisse, wobei die Ereignisse häufig in Zyklen von etwa sechs Monaten auftreten, bis die Knotendistanz bestimmte Grenzwerte (wie 4,7° für totale Finsternisse) überschreitet.