Weltfinanzkrise 2007–2008

Die Weltfinanzkrise von 2007 bis 2009 war eine globale Banken- und Finanzkrise, die durch eine spekulative Immobilienblase in den USA, insbesondere im Subprime-Markt, ausgelöst wurde. Sie begann am 9. August 2007, als die Zinsen für Interbankkredite sprunghaft stiegen, und erreichte ihren Höhepunkt mit dem Zusammenbruch der Großbank Lehman Brothers am 15. September 2008. Als Hauptursachen gelten laut der 2011 veröffentlichten US-Untersuchungskommission die Niedrigzinspolitik, die laxe Regulierung der Banken sowie fehlende Kontrolle der Schattenbanken und Ratingagenturen. Um den Kollaps zu verhindern, pumpten Staaten enormes Kapital in Finanzinstitute, verstaatlichten einige Banken und erhöhten ihre Schuldenlast, während Zentralbanken die Leitzinsen senkten. Die Krise traf auch die Realwirtschaft, führte zu Firmenpleiten wie bei General Motors und milliardenhohen Verlusten – der IWF schätzte die Kursverluste im April 2009 auf vier Billionen US-Dollar – und mündete 2010 direkt in die Eurokrise.