Spanischer Bürgerkrieg
Der Spanische Bürgerkrieg (Juli 1936 bis April 1939) war der blutige Konflikt zwischen der demokratisch gewählten Regierung der Zweiten Spanischen Republik (den „Republikanern") und den rechtsgerichteten Putschisten unter General Francisco Franco (den „Nationalisten"). Mit militärischer Unterstützung des faschistischen Italien und des nationalsozialistischen Deutschland siegte das Bündnis aus konservativen Militärs, der katholischen CEDA, den Karlisten und der faschistischen Falange – woraufhin eine franquistische Diktatur entstand, die bis zu Francos Tod 1975 andauerte. Die Ursachen lagen in enormen sozialen und kulturellen Verwerfungen, etwa der unterprivilegierten Lage der Arbeiter, dem Gegensatz zwischen feudalen Landstrukturen und industrialisierten Städten wie Barcelona und Madrid sowie den Autonomiebestrebungen der Basken und Katalanen und dem Streit um das kulturelle Monopol der katholischen Kirche. Die 1931 gegründete Republik verlor schnell Unterstützung: Die traditionellen Eliten fürchteten um Privilegien, während die Arbeiterschaft die sozialen Reformen als ungenügend ansah und die Regierung nach 1934 als Fortsetzung alter Unterdrückung empfand. Bereits 1933 hatten anarchosyndikalistische Gewerkschaften wie die CNT Aufstandsversuche unternommen, und die sozialistische UGT schwenkte auf einen revolutionären Kurs um, was die politische Eskalation weiter vorantrieb und letztlich in den offenen Bürgerkrieg mündete.
Source: Spanischer Bürgerkrieg — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German