Oldtimer

Oldtimer sind im deutschen Sprachgebrauch ein Scheinanglizismus für alte Kraftfahrzeuge wie Autos, Motorräder, Lkw oder Traktoren, die gesetzlich meist eine Altersgrenze von rund 30 Jahren überschritten haben. Sie dienen heute weniger dem Alltag, sondern sind gepflegte Sammlerstücke mit ideellem oder spekulativem Wert. Im Englischen bedeutet „Oldtimer“ dagegen „Veteran“ oder „älterer Mensch“, weshalb es dort keinen direkten Begriff für solche Fahrzeuge gibt – man nutzt hier Worte wie classic, vintage oder antique. Im Gegensatz zu einem Klassiker, der auch nagelneu sein kann, ist ein Oldtimer einfach nur alt, während sich alte Popmusik als „Oldie“ bezeichnet. Eine besondere Kuriosität ist das bairische Wort „Schnauferl“ für ein schwaches, altes Auto, das auf das Geräusch des Einlassventils früher Motoren zurückgeht und dem 1900 gegründeten „Allgemeinen Schnauferl-Club“ – dem ältesten Oldtimer-Club Deutschlands – seinen Namen gab. Die genaue Einordnung bleibt oft uneinheitlich und hängt von Organisationen wie der FIVA oder den DMSB sowie Versicherungen ab, die eigene Altersklassen festlegen.