Mascha Kaléko
Hier ist eine umfassende Zusammenfassung des Artikels über Mascha Kaléko (geb. 7. Juni 1907 in Chrzanów, gest. 21. Januar 1975 in Zürich), einer deutschsprachigen Dichterin der Neuen Sachlichkeit:
Mascha Kaléko, geboren als Golda Malka Aufen, zog 1918 mit ihrer Familie nach Berlin, wo sie ab den späten 1920er-Jahren im Romanischen Café in Kontakt mit der künstlerischen Avantgarde (u. a. Else Lasker-Schüler) kam und ihren Ehemann Saul Kaléko heiratete (1928). Ihr literarischer Durchbruch gelang ihr mit dem Lyrischen Stenogrammheft (1933) und Das kleine Lesebuch für Große (1934), deren heiter-melancholische Verse das Leben der „kleinen Leute“ in Berlin widerspiegeln – und später sogar von Martin Heidegger (1959) geschätzt wurden. Nachdem die Nationalsozialisten ihre Werke als „schädlich und unerwünscht“ verboten hatten, emigrierte sie 1938 mit ihrem zweiten Ehemann, dem Dirigenten Chemjo Vinaver, in die USA, wo sie zunächst mit Reklametexten und Kindergedichten überlebte, für die Exilzeitung Aufbau schrieb und 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft erhielt. Trotz ihres Exils blieb sie ihrer poetischen Sprache treu und gilt bis heute als bedeutende, allerdings lange Zeit weniger beachtete Stimme der Weimarer Literatur; sie starb schließlich während einer Reise nach Zürich. Ihr Werk zeichnet sich durch eine präzise, teils ironische Beobachtung des Großstadtlebens aus, die ihr zugleich eine eigene melancholische und tröstende Wirkung verleiht.
Source: Mascha Kaléko — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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