Fuji (Vulkan)

Der Fuji (japanisch Fuji-san) ist mit 3.776,24 Metern der höchste Berg Japans und liegt auf der Hauptinsel Honshū an der Grenze der Präfekturen Yamanashi und Shizuoka; seit 2013 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe. Geologisch handelt es sich um einen aktiven Stratovulkan an der Berührungszone dreier tektonischer Platten, dessen Entstehung in vier Phasen – vom tiefen Andesitkern bis zum „neuen Fuji“ vor etwa 10.000 Jahren – erfolgte. Der letzte dokumentierte Ausbruch ereignete sich im Dezember 1707 und dauerte rund zwei Wochen, wobei der Nebenkrater Hōei-zan entstand; der Gipfelkrater misst heute etwa 200 Meter Tiefe. Der Name Fuji ist etymologisch umstritten – die heutigen Schriftzeichen bedeuten „reich an Kriegern“, während ältere Schreibweisen wie fujin („unerschöpflich“) in Chroniken aus dem 8. Jahrhundert belegt sind. Zu den Theorien zur Namensherkunft zählt die japanische Legende aus dem Taketori Monogatari, in der der Kaiser den Trank der Unsterblichkeit auf dem Berg vernichten lässt, sowie eine inzwischen widerlegte Ableitung aus der Ainu-Sprache. Am nördlichen Fuß des Berges liegen die bekannten Fuji-Seen, die zusammen mit der markanten Kegelform den Vulkan zu einem nationalen Symbol und beliebten Reiseziel machen.