Marquard Bohm

Der deutsche Schauspieler Marquard Bohm (27. Juni 1941 in Hamburg; † 3. Februar 2006 in Wetter) wurde vor allem durch seine lässige und lakonische Spielweise berühmt, die ihm den Spitznamen „deutscher Belmondo“ einbrachte. Bevor er 1966 in dem Kurzfilm Na und ..? seine erste Hauptrolle spielte, arbeitete er in wechselnden Berufen wie als Gärtner und im Hamburger Hafenkrankenhaus, fand aber über Statistenrollen zum Film. Als einer der bekanntesten Darsteller des Jungen Deutschen Films arbeitete er mit Größen wie Rainer Werner Fassbinder (u. a. Der amerikanische Soldat und Wildwechsel), seinem Bruder Hark Bohm und Wim Wenders zusammen. Von 1986 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, wo er sich unter den Intendanten Steckel und Haußmann auf skurrile Nebenrollen spezialisierte. Für seine Leistung im Film Paradiso – Sieben Tage mit sieben Frauen erhielt er im Jahr 2000 bei der Berlinale den Silbernen Bären* für das herausragende Darstellerensemble.