Börsengehandelter Fonds

ETF (börsengehandelte Fonds) sind Investmentfonds, die fortlaufend an einer Börse gehandelt werden und meist passive Indexfonds darstellen, welche die Entwicklung eines Index wie den S&P 500 nachbilden. Der erste erfolgreiche ETF war der SPDR („Spider“), der im Januar 1993 an der NYSE eingeführt wurde, nachdem frühere Versuche 1989/1990 an Klagen gescheitert waren. Wegweisende Meilensteine folgten durch Anbieter wie Barclays Global Investors (iShares) und Vanguard, die das Produkt auf Anleihen, Währungen, Sektoren und sogar gehebelte Varianten (2006) ausweiteten. Ab 2008 erlaubte die US-Börsenaufsicht SEC auch aktiv gemanagte ETFs, was die Produktpalette weiter vergrößerte. Bis Dezember 2014 erreichte das von US-amerikanischen ETFs verwaltete Vermögen die Marke von 2 Billionen US-Dollar, was ihre enorme Bedeutung als kostengünstiges und flexibles Anlageinstrument unterstreicht.