Woltmershausen
Woltmershausen liegt am linken Weserufer im Südwesten Bremens und besteht aus den Ortsteilen Woltmershausen und Rablinghausen. Der Name leitet sich vom sächsischen Siedler Woltimer von Liestmunde ab, dessen Ansiedlung eine Urkunde aus dem Jahr 1083 belegt; das Dorf selbst wurde 1244 erstmals urkundlich erwähnt. Bei der Belagerung durch die Schweden brannten die Bremer 1666 den Ort nieder, woraufhin sich das Gebiet im 19. Jahrhundert zu einem Industrie- und Hafenstandort entwickelte – mit Schiffbau, Gaswerk und der Tabakfabrik Martin Brinkmann – und 1902 offiziell als Stadtteil in Bremen aufgenommen wurde. Jahrzehntelang prägte der 1954 errichtete Gasometer das Bild, der nach dem Dom das zweithöchste Gebäude der Stadt war, über 100.000 Kubikmeter Stadtgas speichern konnte und in der Bremer Speckflagge rot-weiß bemalt wurde, bis man ihn dreißig Jahre später wieder abriss. Heute leben hier rund 11.000 Menschen, die in über 4.000 Arbeitsplätzen in sieben Industriebetrieben beschäftigt sind, während im Ortsteil Rablinghausen die barocke Dorfkirche von 1750 ein eindrucksvolles historisches Zeugnis darstellt.
Source: Woltmershausen — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German