Walter Stoeckel
Walter Stoeckel (1871–1961) war ein bedeutender deutscher Gynäkologe und Geburtshelfer, der von 1926 bis 1951 als Direktor der Universitätsfrauenklinik an der Berliner Charité wirkte. Er gilt als Pionier der gynäkologischen Urologie und verbesserte die operative Entfernung der Gebärmutter bei Gebärmutterhalskrebs, was als Schauta-Stoeckel-Operation bekannt wurde. Berühmt war er auch für sein Lehrbuch der Gynäkologie sowie seinen autoritären Führungsstil, der ihm den Spitznamen „Kaiser der Gynäkologen“ einbrachte. Während der NS-Zeit war er förderndes Mitglied der SS und behandelnder Arzt von Magda Goebbels, trat jedoch nie der NSDAP bei – dennoch befürwortete er Zwangssterilisationen und ließ in seiner Klinik Abtreibungen aus eugenischen Gründen zu. Gleichzeitig schützte er zeitweise den jüdischen Pathologen Robert Meyer und erhielt 1941 die Goethe-Medaille von Adolf Hitler. Nach seiner Emeritierung 1936 blieb er bis zu seinem Tod 1961 in Ost-Berlin wissenschaftlich aktiv.
Source: Walter Stoeckel — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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