Gianni Infantino

Gianni Infantino (23. März 1970 in Brig, Wallis) ist ein schweizerisch-italienisch-libanesischer Fussballfunktionär, der seit dem 26. Februar 2016* als Präsident des Weltfussballverbands FIFA amtiert und damit die Nachfolge von Sepp Blatter antrat. Zuvor war er ab 2009 Generalsekretär der UEFA und kandidierte 2016 zunächst nur als Ersatzkandidat für den gesperrten Michel Platini, setzte sich jedoch im zweiten Wahlgang gegen Scheich Salman aus Bahrain durch. Zu seinen Wahlversprechen gehörten die Aufstockung der WM-Teilnehmer auf 40 sowie eine Verdoppelung der Entwicklungshilfe; zudem beschloss der FIFA-Kongress ein Reformpaket, das seine Amtszeit auf zwölf Jahre begrenzt, Gehälter offenlegt und seine Macht zugunsten eines CEO-Generalsekretärs beschneidet. Als Sohn italienischer Gastarbeiter wuchs er in Brig auf, spielte in der 5. Liga, machte als Klassenbester am Gymnasium Matura und studierte Rechtswissenschaft, bevor er ab 2000 bei der UEFA Karriere machte. Er wurde 2019 und erneut am 16. März 2023 in Kigali ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt, steht jedoch wegen der Demontage der Ethikkommission und anderer Kontrollgremien (beschlossen im Mai 2016) weiterhin in der Kritik.