Schwarzes Loch
Schwarze Löcher sind Objekte, deren Masse die Raumzeit so stark krümmt, dass weder Materie noch Licht ihren Ereignishorizont verlassen können. Der Begriff wurde 1967 von John Archibald Wheeler geprägt, lange bevor ihre Existenz durch Beobachtungen bestätigt wurde. Entscheidende Meilensteine waren die Untersuchung von Sagittarius A* im Zentrum der Milchstraße ab 1992, die Beobachtung einer Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher durch Gravitationswellen (LIGO, 2016) sowie die ersten direkten Aufnahmen von M87* (2019) und Sagittarius A* (2022) mit dem Event Horizon Telescope. Man unterscheidet stellare Schwarze Löcher, die beim Kollaps massereicher Sterne entstehen, von supermassereichen Exemplaren (millionen- bis milliardenfache Sonnenmasse) in Galaxienzentren; insgesamt wird ihre Zahl im beobachtbaren Universum auf 40 Trillionen geschätzt. In der Abbildung erscheint ein dunkler Schatten im Zentrum, dessen Form durch die Raumzeitkrümmung (Gravitationslinseneffekt) leicht variiert. Die theoretischen Grundlagen gehen auf Newtons Gravitationsphysik zurück, in der bereits John Michell 1783 über "Dunkle Sterne" spekulierte, heute werden sie jedoch durch die Allgemeine Relativitätstheorie beschrieben.
Source: Schwarzes Loch — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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