Jagd

Die Jagd umfasst das Aufspüren, Verfolgen, Fangen und Erlegen von Wild und wird in der Jägersprache auch als Weidwerk bezeichnet; die unerlaubte Ausübung nennt man Wilderei. Der Begriff stammt vom althochdeutschen jagōn ab und ist eng mit der „Weide“ verwandt, was sich bis heute in Wörtern wie Weidmann zeigt. Die Motive der Jagd sind vielfältig und reichen von der Gewinnung von Wildbret und Tierbestandteilen über die Regulierung von Wildbeständen bis zu Erholung, Naturerfahrung und kultureller Tradition. Schon Homo erectus jagte vor rund 1,7 Millionen Jahren, und bis etwa 10.000 v. Chr. lebte fast die gesamte Menschheit als Jäger und Sammler, wodurch die Jagd grundlegend für soziale Organisation, Arbeitsteilung und die menschliche Evolution wurde. Trotz ihrer modernen Anpassung an Naturschutz und Wildtiermanagement ist sie also eine der ursprünglichsten Formen der Nahrungssuche und Sinnstiftung der Menschen geblieben.