Kiew

Kiew ist die Hauptstadt und größte Stadt der Ukraine mit fast 3 Millionen Einwohnern, liegt am Dnipro und bildet das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Wegen seiner zahlreichen Kirchen und Klöster wird die Stadt seit dem Mittelalter als „Jerusalem des Ostens“ bezeichnet, und die im 11. Jahrhundert erbaute Sophienkathedrale sowie das Kiewer Höhlenkloster zählen seit 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Geografisch geprägt ist die Stadt durch die hügelige Westseite mit dem historischen Zentrum und das flache, erst im 20. Jahrhundert erschlossene Ostufer. Das kontinentale Klima bringt warme Sommer (Rekordhitze 39,4 °C im Juli 1936) und kalte Winter (Tiefstwert −32,2 °C im Februar 1929) mit sich. Laut der Volkszählung von 2001 sind etwa 82 % der Einwohner Ukrainer und 13 % Russen, wobei die russische Invasion eine neue Welle der Ukrainisierung ausgelöst hat und Ukrainisch heute die dominierende Sprache ist.