Mittelsinn

Mittelsinn ist eine kleine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart, die idyllisch im Tal der Sinn zwischen Obersinn und Burgsinn liegt – der höchste Punkt der Gemarkung ist die 453 Meter hohe Kuppe. Geschichtlich war der Ort lange Teil des Hochstifts Würzburg, kam 1814 endgültig zu Bayern und wurde durch das Gemeindeedikt von 1818 zur eigenständigen Gemeinde. Besonders bewegend ist die Geschichte der jüdischen Gemeinde, deren Synagoge beim Novemberpogrom 1938 zerstört wurde; eine Gedenktafel erinnert bis heute daran. Die Einwohnerzahl ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunken – von 926 (1988) auf 805 (2018), ein Rückgang von über 13 Prozent. Politisch ist Mittelsinn Teil der Verwaltungsgemeinschaft Burgsinn, und seit 2023 wird die Gemeinde von Bürgermeister Dirk Schiefer geführt, nachdem sein Vorgänger Peter Paul im Amt verstorben war.