Oberleitung
Eine Oberleitung (oder Fahrleitung) versorgt elektrische Bahnen, Oberleitungsbusse, -LKW und -Fähren über spezielle Drähte mit Strom, wobei der Rückstrom über die Schienen fließt – bei Bussen und LKW ist wegen fehlender Schienen eine mehrpolige Leitung nötig. Die Technik reicht bis ins Jahr 1881 zurück, als bei der ersten internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris eine Straßenbahn erstmals über eine Schlitzrohrfahrleitung versorgt wurde; zuvor (ab 1879) erfolgte die Versorgung über Schienen oder Stromschienen. Die Spannungen variieren stark: von wenigen hundert Volt bei Straßenbahnen und Oberleitungsbussen über bis zu 3 Kilovolt Gleichspannung bis zu 10–25 Kilovolt Wechselspannung bei Voll- und Industriebahnen. Die Speisung erfolgt über Unterwerke, die bei Wechselstrombahnen im Abstand von 60 bis 80 Kilometern, bei Gleichstrombahnen maximal 25 Kilometern und in Straßenbahnnetzen alle drei bis fünf Kilometer angeordnet sind. Zur Steuerung werden Mastschalter genutzt, die über Funkenhörner Lichtbögen ableiten und die einzelnen Schaltgruppen unter Spannung setzen oder freischalten. Interessant ist die Begriffsnuance: In der Schweiz und bei der ehemaligen Deutschen Reichsbahn ist nur der Begriff Fahrleitung gebräuchlich, der dort auch Stromschienen mit einschließt.
Source: Oberleitung — Wikipedia · Summary by RollWiki AI · Language: German
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